Schützenpanzer PUMA in Regen angekommen!

Regen. Bei schönstem Frühlingswetter fand am vergangenen Donnerstag der Quartalsappell des Panzergrenadierbataillons 112 statt. Als besonderen Höhepunkt konnte der Kommandeur Oberstleutant Jan Mirko Schmidt dabei die Ankunft der ersten fünf Schützenpanzer PUMA in der Bayerwaldkaserne verkünden. Im Laufe des Jahres sollen weitere Fahrzeuge des neuen Typs folgen. Die Umschulung und Ausbildung der Soldaten auf den neuen Schützenpanzer findet seit Jahresbeginn in MUNSTER statt. Auch der Bataillonskommandeur konnte sich als Teilnehmer der Ausbildung selbst von der Leistungsfähigkeit des PUMAs überzeugen. Hinsichtlich Motorleistung, Beweglichkeit im Gelände, Trefferleistung und Feuerkraft stellt das neue Gefechtsfahrzeug, zu dem auch eine darauf abgestimmte Ausrüstung der Soldaten gehört, einen Quantensprung dar. Nach über 36 Jahren endet damit für das Bataillon die Geschichte des Schützenpanzers MARDER, der im Laufe des Jahres den Standort verlassen wird. Während des letzten Übungsplatzaufenthalts des Bataillons mit dem MARDER in Grafenwöhr erfolgte im Februar dann auch der goldene Schuss durch den Spieß der 4. Kompanie. Bei weiteren Schieß-, Ausbildungs- und Übungsvorhaben konnten die Kompanien und der Stab zeigen, dass sie mit und ohne Schützenpanzer ihr Handwerk verstehen.

Umzug nach Cham

Eine ganz andere Aufgabe hat die Ausbildungs- und Unterstützungskompanie 112 zu bewältigen – den Umzug der gesamten Kompanie von Regen nach Cham. Die bisher genutzten Gebäude in der Bayerwaldkaserne in Regen wurden zurückgegeben, die Stuben in Cham werden derzeit vorbereitet. Bis zum Einzug der Rekruten zur neuen Grundausbildung ab dem 01.05.2017 gibt es noch eine Menge zu tun.

Kosovo-Einsatz

Zu der Einführung des neuen Schützenpanzers und dem Umzug der Ausbildungs- und Unterstützungskompanie kamen viele weitere Aufträge, die das Bataillon im vergangenen Quartal zu bewältigen hatte. So sind über 40 Soldatinnen und Soldaten seit Ende Januar im Einsatz im Kosovo. Oberstleutnant Schmidt konnte berichten, dass es den Kameraden gut geht und ein regelmäßiger und intensiver Kontakt besteht. Auch am Standort Regen spielt der Einsatz eine wichtige Rolle. So bildete das Bataillon für die gesamte 10. Panzerdivision in den vergangenen Monaten Richtschützen und österreichische Kraftfahrer des Bundesheeres auf dem Fahrzeug WOLF für den Einsatz aus. Daneben unterstützen Regener Grenadiere bei der Ausbildung syrischer Flüchtlinge in Feldkirchen.

Auszeichnungen und Beförderungen

Höchst zufrieden mit den gezeigten Leistungen sprach Oberstleutnant Schmidt den Soldaten seinen Dank und seine Anerkennung aus. Dies kam auch in den vielen Auszeichnungen zum Ausdruck, die er an verdiente Soldaten des Bataillons verlieh. Neben einem Gruppenbestpreis für die Verpflegungsgruppe der ersten Kompanie und mehreren förmlichen Anerkennungen für herausragende Leistungen, konnte er acht Ehrenmedaillen bzw. Ehrenkreuze bis hin zur Stufe Gold verleihen. Insgesamt konnten zwei Soldaten zum Feldwebel, einer zum Oberfeldwebel und einer zum Hauptfeldwebel befördert werden. Mit Bedauern verabschiedete der Kommandeur zehn Soldaten und bedankte sich bei ihnen für ihre langjährigen hervorragenden Leistungen mit der Bataillonsehrennadel in Bronze, Silber und Gold.

Im Anschluss an den Appell wurde durch den Militärgeistlichen Hans Rückerl traditionell ein Feldgottesdienst in der Gedenkstätte des Bataillons abgehalten

Text: Andreas Mack, Bundeswehr

Bild: Dennis Fouquet, Bundeswehr