Zwei Rekruten berichten über ihre Erfahrungen – „Dem Land etwas zurückgeben“

D e g g e n d o r f . (kh) 127 Rekruten legten am Donnerstagabend auf dem Oberen Stadtplatz feierlich ihr Gelöbnis ab. Zwei der Soldaten erklärten im Gespräch mit unserer Zeitung, warum sie sich für den Freiwilligen Wehrdienst (FWD) entschieden haben.

Leander Nowack wollte nicht direkt nach der Schule in die Schule gehen. Er suchte erst noch eine andere Herausforderung, in körperlicher wie in technischer Hinsicht. Zudem möchte der 20-Jährige aus Düsseldorf seinem Land etwas zurückgeben. Man habe in Deutschland viele Rechte, und er möchte sich durch den Dienst in der Bundeswehr dafür erkenntlich zeigen.

                            Man rückt enger zusammen als in „normalen“ Berufen

Von seiner Zeit in der Bundeswehr erwartet er sich dafür auch eine gute Ausbildung. Jetzt, nach der Grundausbildung, könne er auch schon sehr viel. Was ihm sehr gut gefällt an der Bundeswehr, ist die Kameradschaft. Er habe sehr viele nette Leute kennengelernt. Man rücke hier viel enger zusammen, als in „normalen“ Berufen. Nowack hat sich für sieben Monate zum Freiwilligen Wehrdienst verpflichtet, um in die Tätigkeiten der Bundeswehr hineinzuschnuppern. Er könne sich aber auch vorstellen,länger dabei zu bleiben. Er könne sich auch vorstellen, ins Ausland zu gehen. Er habe zwar noch keine Vorbereitung für einen Auslandseinsatz gehabt, aber er fühlt sich gut aufgehoben. Ein Auslandseinsatz bringe zwar Gefahren mit sich, aber er verspüre nur ein „normales Maß an Angst“, da man bei der Bundeswehr gut ausgebildet werde und man eine gute Ausrüstung zur Verfügung habe.

Bei Melanie Lang aus Mamming kam der Wunsch, zur Bundeswehr zu gehen, in der Wirtschaftsschule auf. Bei einer Business Week habe sich die Bundeswehr vorgestellt und gleich ihr Interesse geweckt. Besonders als Frau sei es anstrengend und eine Herausforderung. Bisher sei sie aber noch nicht an ihre Grenzen gestoßen. „Man muss sich durchbeißen, aber man kann es schaffen, wenn der Wille da ist“, sagte die 18-Jährige. Lang leistet für 23 Monate Freiwilligen Wehrdienst, strebt aber eine Übernahme zur Soldatin auf Zeit an. Auch sie hätte kein Problem damit, wenn sie ins Ausland geschickt würde. Sie habe mit anderen Soldaten, die schon im Ausland waren, über deren Erfahrungen geredet, und habe keine Angst. Sie stehe hinter den Auslandseinsätzen, da die Bundeswehr dort Leute unterstützt, die Hilfe brauchen.

Melanie Lang strebt eine Übernahme zur Soldatin auf Zeit an.

 

Leander Nowack gefällt die Kameradschaft bei der Bundeswehr.