Regen. Am vergangenen Freitag war es soweit. Bataillonskommandeur Oberstleutnant Germar Lacher begrüßte die Soldatinnen und Soldaten, Ehrengäste sowie die zivilen Mitarbeiter des Panzergrenadierbataillons 112 anlässlich des Appells zum Ende des I. Quartals 2019. Dass dieses Antreten ein ganz besonders werden wird war von Beginn an klar. Ein neuer Kommandeur an der Spitze, die ersten 100 Tage im Amt, wie wird er wohl zufrieden gewesen sein mit den Leistungen seiner Bayerwald Grenadiere? Zur Beruhigung aller sehr, wie bereits seinen einleitenden Worten zu entnehmen war. Das erste Quartal war geprägt von einer Reihe von Hochwertveranstaltungen. Ein Feierliches Gelöbnis in Viechtach, die gemeinsame Sicherheitspolitische Informationsveranstaltung von Landkreis, Stadt und Bataillon in der Bayerwald Kaserne und nicht zuletzt die Gedenkveranstaltung anlässlich der Vorfälle des 18. Februar 2011 waren Veranstaltungen, die in der Öffentlichkeit eine besondere Aufmerksamkeit genießen. Die äußerst positive Resonanz spricht für sich. Die ureigene Aufgabe von Soldatinnen und Soldaten ist aber nicht die Organisation von Veranstaltungen, sondern das Training im Gefechtsdienst der jeweiligen Truppengattung. Auch dies kam nicht zu kurz. Auf dem Truppenübungsplatz Putlos in Schleswig-Holstein, unter Federführung der 4. Kompanie, konnten die gesteckten Ziele erreicht werden. „Bei den Schießen mit den Schützenpanzern haben die eingesetzten Puma eine erfreuliche Einsatzbereitschaft aufgewiesen“, so Oberstleutnant Lacher. Auch die 1. Kompanie konnte bei ihrem Aufenthalt in Grafenwöhr sowie bei der freilaufenden Gefechtsstandverlegeübung in der Region ihre Ziele erreichen. Kürzlich durchlief die 2. Kompanie eine computer- und simulationsgestützte Ausbildung in Wildflecken. Somit nutzen die Bayerwald Grenadiere alle zur Verfügung stehenden Möglichkeiten, um den Ausbildungsstand zu steigern. Grundlage hierfür ist, dass jeder Soldat sein „Handwerk“ vor der Umsetzung in das Praktische auch theoretisch versteht. Um dies zu gewährleisten legt der Kommandeur seinen Schwerpunkt auf die taktische Weiterbildung seiner Offiziere. Das Jahr 2019 ist von einer Reihe von Weiterbildungsmaßnahmen geprägt. Diese garantieren die Intensivierung der taktischen Ausbildung und ist die Grundlage für die erfolgreiche praktische Umsetzung. Gelegenheiten werden sich hierfür in diesem Jahr bei den noch bevorstehenden Truppenübungsplatzaufenthalten in Munster, Grafenwöhr und Wildflecken genügend bieten. Im weiteren Verlauf des Appells wurden wiederum verdiente Soldaten ausgezeichnet und verabschiedet. Insgesamt verließen fünf langjährige, zum Teil äußerst verdiente und einsatzerfahrene Soldaten die Regener Grenadiere. Einer unter ihnen ist Christian Köppe. Er verlässt nach über 25 Jahren Dienstzeit am Standort Regen seine militärische Heimat, das Panzergrenadierbataillon 112, um seinen förderlichen Dienstposten in Aachen anzutreten. Gleichzeitig konnte er zum Oberstabsfeldwebel befördert werden. Mit einem Ausblick auf die kommenden Wochen und einem anschließenden Empfang in der Offizierheimgesellschaft klang dieser Appell in harmonischer und kameradschaftlicher Runde aus.

Quelle: Wagner, Bundeswehr

Foto: Wittenzellner, Bundeswehr