Heimatliches Weihnachten, das ist für Leutnant David F. ungefähr 4500 Kilometer weit weg. F., 23 Jahre alt, ist einer der rund 100 Soldaten vom Regener Panzergrenadierbataillon, die noch in Afghanistan Dienst tun, die sich erst ab Mitte Januar auf den Weg in die Heimat machen werden. In einem Telefonat hat Leutnant F. dem Bayerwald-Boten berichtet, wie das Weihnachtsfest im Feldlager der Bundeswehr in Masar-i Scharif ausschauen wird. Am Freitagabend, als sich F. in der Redaktion meldete, war von dem einen Höhepunkt des Fests noch nichts bekannt, vom Besuch der neuen Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen. Weiße Weihnacht in Afghanistan? Nein, im Camp Marmal, in dem noch rund 3000 Soldaten der Bundeswehr leben und arbeiten, ist ein beiges Wüsten-Braun die vorherrschende Farbe. “Das Wetter in den vergangenen Tagen war ganz angenehm”, erzählt David. F., “Sonne und zwischen fünf und zehn Grad warm am Tag”. Dann beschreibt er den Blick vom Lager. Der geht Richtung Süden über eine wüstenartige Ebene, an deren Rand sich das Hochgebirge erhebt. Die Bergspitzen des Marmalgebirges, ein Ausläufer des Hindukusch, sind weiß, oben ist schon richtig Winter, die Pässe sind zu.

“Derzeit ist es ruhig”, sagt David F. und meint damit nicht die Vorweihnachtszeit, sondern die Lage im Norden Afghanistans.  Quelle: PNP