Einsatzkräfte aus dem Landkreis im Raum Winzer und Niederalteich

(PNP) Regen/Deggendorf. Die Hochwasser-Helfer aus dem Landkreis Regen haben verlegt. Von Passau in den Landkreis Deggendorf, in dem sich die Lage gestern nach Dammbrüchen dramatisch entwickelt hat. “Wir haben 55 Helfer mit 14 Fahrzeugen im Landkreis Deggendorf im Einsatz”, sagt BRK-Kreisgeschäftsführer Günther Aulinger. Unterbringung und Versorgung der Helfer, Organisation des Bereitstellungsraums und die Evakuierung der von der Flut bedrohten Orte sind die Hauptaufgaben der BRKler.

 Außerdem wurden vom BRK für die Evakuierten 1520 Schlafplätze in Hallen, Schulen, in der Regener Bundeswehr-Kaserne sowie 65 Betten in den Krankenhäusern organisiert.

Ein Hilferuf von Aulinger ging auch in der Gemeinde Bischofsmais ein, in der haben Vermieter Schlafplätze zur Verfügung gestellt. Private und gewerbliche Vermieter in Bischofsmais erklärten sich bereit, Leute aufzunehmen. Bei Bedarf könnten in der Gemeinde Bischofsmais mehrere hundert Hochwasseropfer untergebracht werden – beispielsweise in einem leer stehenden Gasthaus samt Ferienwohnungen in Habischried, in der Turnhalle des Country Partner Hotel Resorts Bayerischer Wald, in der Turnhalle und in den Seminarräumen des Schullandheims, in der Schulturnhalle oder im Ferienpark. “Alle reagierten sehr positiv”, lobte Bürgermeister Walter Nirschl. Aulinger freut sich über die große Hilfsbereitschaft.

Ob die Notquartiere auch in Anspruch genommen werden, ist noch fraglich. Wie die Helfer erfahren müssen, wollen viele Bewohner der gefährdeten Ortschaften ihre Häuser nicht verlassen.

Nach dem Hochwassereinsatz in Passau haben auch die Feuerwehrleute aus dem Landkreis Regen das Hilfeleistungskontingent am Montagabend noch in den Landkreis Deggendorf verlegt. In Moos wurden rund 15 000 Sandsäcke gefüllt. Bereits in den frühen Morgenstunden am Dienstag wurden dann in drei Wellen frische Einsatzkräfte der Feuerwehren in den Landkreis Deggendorf geschickt, um in Osterhofen und in Winzer bei der Deichsicherung zu helfen.

Eingesetzt sind die Feuerwehren Ruhmannsfelden, Linden, Altnußberg, Viechtach, Teisnach, Schlatzendorf, Bodenmais, Schönau, Pirka, Blossersberg, Drachselsried, Hochdorf, Böbrach, Arnbruck, Niederndorf, Oberzwieselau, Lindberg, Rabenstein. Der Verband des Landkreises Regen wird von Kreisbrandinspektor Christian Stiedl geführt. Rund 200 Mann stark ist die Feuerwehr-Hilfstruppe. Und wie Kreisbrandrat Hermann Keilhofer sagt, werde man auch am heutigen Mittwoch im Einsatz sein. Ebenfalls im Einsatz waren gestern die Soldaten aus dem Regener Bataillon. Sie halfen bei den ersten Aufräumaktionen in Passau.

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 http://www.pnp.de/region_und_lokal/paid_content/landkreis_regen/regen/823439_Im-Kampf-mit-berstenden-Daemmen.html