Regen. Vergangene Woche war es soweit. Der scheidende Regener Kommandeur, Oberstleutnant Michael Torger, konnte im Rahmen des Quartalsappells zahlreiche Auszeichnungen, Personalveränderungen und Verabschiedungen vornehmen. Bei teils sonnigen, aber windigen Frühlingswetter begrüßte er die Soldatinnen und Soldaten sowie zivilen Mitarbeiter und weiteren Gäste des Panzergrenadierbataillons 112. Dass dieser Appell für den Regener Kommandeur ein ganz besonderer und zugleich sein letzter, regulärer sein wird, zeichnete sich schon bei den einleitenden Worten seiner Rede ab. „Das heutige Antreten ist geprägt durch Auszeichnungen, Personalveränderungen und Verabschiedungen. Meine eigenen Punkte möchte ich in der Abschlussrede in vier Wochen kundtun“, so Torger. Derzeit beschäftigt das Bataillon vor allen Dingen das Thema PUMA. Die hierfür notwendige Ausbildung läuft aktuell planmäßig, die ersten Durchgänge der sogenannten „IDZ“ (Infanterist der Zukunft) Ausbildung sind bereits angelaufen, so dass man gespannt und optimistisch der für 2017 geplanten Ausstattung des Bataillons mit dem neuen Waffensystem entgegenblickt. Neben der Ausbildung hält in diesem Jahr vor allen Dingen der Personalwechsel im Verband Einzug. So werden im Bataillon viele Spitzendienstposten mit neuen Inhabern besetzt werden. Oberstleutnant Michael Torger wird im April das Kommando an Oberstleutnant Jan Schmidt übergeben. Weiterhin werden kurz zuvor noch zwei Kompanien neue „Chefs“ bekommen. Aber auch diverse Stabsabteilungsleiter und Stabsabteilungsfeldwebel werden in 2016 das Bataillon verlassen. Den Reigen der Auszeichnungen und Verabschiedungen eröffnete aber der heutige Appell. Die Hauptfeldwebel Josef Kral und Adrian Burson wurden mit einer förmlichen Anerkennung für ihre vorbildlichen Leistungen ausgezeichnet. Die Oberfeldwebel Benjamin Bugla und Markus Kieninger konnten zum Hauptfeldwebel sowie Hauptfeldwebel der Reserve befördert werden. Weiterhin wurden zahlreiche Soldaten mit einem Ehrenzeichen der Bundeswehr ausgezeichnet. Unter ihnen Hauptfeldwebel Matthias Iglhaut. Ihm wurde das Ehrenkreuz der Bundeswehr in Gold für die langjährige, beispielhafte Erfüllung der Soldatenpflichten verliehen. Mit den Hauptfeldwebeln Johannes Händlmayer und Manuel Helldobler sowie Stabsunteroffizier Karl Probst verlassen ebenfalls drei langjährige Leistungsträger das Bataillon. Karl Probst wird in seine zivilberufliche Karriere mit der Ausbildung zum Meister im Kfz-Handwerk starten. Johannes Händlmayer und Manuel Helldobler wurden in ihre neuen Dienstorte als Kompaniefeldwebel nach Bogen und als Personalbearbeiter nach Köln verabschiedet. Beide waren über lange Jahre Angehörige der Personalabteilung. Mit der Verleihung der Bataillonsehrennadel wurden sie alle für ihre tadellosen Leistungen und vorbildliche Pflichterfüllung während ihrer Dienstzeit bei den Regener Grenadieren gewürdigt. Für ihren weiteren beruflichen Werdegang sind ihnen die besten Wünsche der alten Kameraden gewiss! Dass dieser Appell im Zeichen personeller Veränderungen steht, ist sowohl ihren Abgängen als auch der Tatsache geschuldet, dass mit der Pensionierung von Oberstabsfeldwebel Klaus Schnettler der langjährige Zugführer des Instandsetzungszuges der 1./Panzergrenadierbataillon 112 nach 29 Dienstjahren seinen wohlverdienten Ruhestand antreten wird. In seine Fußstapfen tritt kein Unbekannter des Verbandes. Für Oberstabsfeldwebel Franz Haimerl vom Versorgungsbataillon 4 aus Roding ist es bereits die dritte Verwendung am Standort Regen. „Um den Leistungen und Erfolgen des scheidenden Oberstabsfeldwebel Schnettlers vollends gerecht zu werden, müsste man noch viele Auszeichnungen vornehmen und lange Tenöre verlesen, dies würde aber den zeitlichen Rahmen zu stark beanspruchen“, so Oberstleutnant Torger lächelnd. Nach diesem feierlichen und förmlichen Akt endete dieser Appell mit der Ausfahrt von Oberstabsfeldwebel Schnettler, bei dem das gesamte Bataillon in Form eines Spaliers beiwohnte. Aber auch wenn dieser Tag endete, zahlreiche langjährige Leistungsträger ausgeschieden, versetzt oder in den Ruhestand verabschiedet wurden, wird kein Stillstand im Verband eintreten. Die Bataillonsübergabe steht bereits vor der Tür.

Das Bild zeigt OTL Torger bei der Auszeichnung des HF Händlmayer.

 

Quelle: Wagner, Bundeswehr