Oper, Filmmusik und Märsche  –  Luftwaffenmusiker beherrschen ihre Instrumente meisterlich  –  Vorletztes Konzert vor Auflösung  –

Ehrung für Oberstleutnant (a.D.) Klaus Köppe

Regen. Die 45 Soldatinnen und Soldaten des Luftwaffenmusikkorps 1 aus Neubiberg begeisterten bei ihrem Konzert ihr Publikum mit einem musikalischen Bogen, der sich von der Welt der Oper und der Operette, über Klassik und Filmmusik, bis hin zu den schmissigen Märschen erstreckte. Ein stilvoller Abschied bevor das traditionsreiche Luftwaffenmusikkorps mit Ablauf des 31.03.14 aufgelöst werden wird.  „Wir kamen immer gerne nach Regen!“ betonte Oberstleutnant Karl Kriner, der Leiter des Musikkorps bei seiner Begrüßung. Bei zahlreichen Anlässen, wie Feierlichen Gelöbnissen, Appellen und einem Konzert vor vier Jahren waren die Musikprofis der Luftwaffe immer wieder mal in der Region zu Gast und ihrem Publikum in bester Erinnerung. So bereiteten die zahlreichen Gäste ihnen einen würdigen Empfang: Unter dem Applaus ihres erwartungsfreudigem Publikums betraten die Luftwaffenmusiker die Bühne.

Bei ihren Grußworten betonten die Schirmherren der Benefizveranstaltung zugunsten des Bundeswehrsozialwerkes, Regens 1. Bürgermeisterin Ilse Oswald und der Kommandeur des Regener Panzergrenadierbataillons 112, Oberstleutnant Heiko Diehl, die enge Verbundenheit von Bevölkerung und Soldaten: „Wir sind ein Team, eine Solidaritätsgemeinschaft!“ betonte Heiko Diehl. Die Ortsstellenleiterin des Bundeswehr-Sozialwerkes, Eva-Maria Eismann begrüßte die zahlreichen Gäste und dankte ihrem engagierten Helferstab. Insbesondere dem Schulleiter der Realschule, Werner Mixa und den Hausmeister, Josef Probst dankte sie für ihren „….schier unermüdlichen Einsatz“. Eine besondere Ehrung hielt sie für den sichtlich überraschten, ehemaligen Kommandeur des Regener Panzergrenadierbataillons 112, Oberstleutnant (außer Dienst) Klaus Köppe bereit: Er wurde für seine 40jährige Mitgliedschaft im Bundesehr-Sozialwerk mit einer Dankurkunde ausgezeichnet.

Mit einem Gruß aus der Landeshauptstadt München, dem „Parademarsch der königlich Bayerischen Grenadier-Garde“, eröffnete das Orchester ihren musikalischen Reigen. Was folgte machte deutlich, dass die Musikprofis der Luftwaffe ihre Instrumente wahrlich meisterlich beherrschen. Bei „Jubilee Overture“ und dem „Konzert für Horn und Orchester Nr. 1 in Es Dur“ handelte es ich um klassische, symphonische Meisterwerke, die bei einer atemberaubenden Klangfülle mit ihren Tempowechseln begeisterten. Mit dem flotten Bayerischen Marsch, dem „Isonzo-Marsch“ ging es weiter, bevor der Melodienreigen von „Porgy an Bess“, ein Ausschnitt aus einer Oper in 3 Akten von George Gershwin, dass durch das Arrangement von J. Barnes das Publikum eher in die Welt der Filmmusik entführte. Mit der „Flieger-Revue“, einem Marsch der Luftwaffe, entließen die Musiker ihr Publikum in die Pause. Das Team des Bundeswehr Sozialwerkes versorgte ihre Gäste bestens mit Getränken und so gestärkt freuten sich alle auf den zweiten Teil des Konzertes, dass mit dem eigenen Marsch, dem „Parademarsch des Luftwaffenmusikkorps 1“ eingeleitet wurde. „10 Minuten Vollgas und Dynamik“ versprach Oberstleutnant Karl Kriner, der auch gekonnt durch das Programm führte. Mit „Danse Folatre“ hielt sein Orchester was er versprach. Nach dem „Bravour Marsch: Per aspera ad astra“ erstaunte das „Solo für 4 Posaunen“ mit dem Titel: „Ein Freund, ein guter Freund“ mit einem Reichtum an Variationen. „Beswingt“ ging es mit dem „Musical Cocktail“ weiter, bevor, passend zum Ende des Konzertes, der Titel „Zum Städtel hinaus“ erklang. Doch mit stehenden Ovationen und lauten „Zugabe-Rufen“ ließ das begeisterte Publikum die Musiker nicht von der Bühne und so kamen die Gäste noch in den Genuss des „Bayerischen Defiliermarsches“, bevor der „Zapfenstreich“ als zweite Zugabe einen unvergesslichen Abend beendete, der zugleich auch einen stilvollen Abschied des Luftwaffenmusikkorps 1 bedeutete.

Das Bild zeigt die fröhlichen Gesichter nach einem äußerst gelungen Konzert. Von links: Ilse Oswald, Eva-Maria Eismann, Oberstleutnant Karl Kriner, Oberstleutnant (a.D.) Klaus Köppe und Oberstleutnant Heiko Diehl