Thomas Zeth, Mitglied im Hauptpersonalrat im BMVg referiert bei Personalversammlung

Regen (hau). Mit Thomas Zeth, der die Interessen der Arbeitnehmer der Bundeswehr im Hauptpersonalrat beim Bundesministerium der Verteidigung vertritt, konnte ein hochrangiger Gastreferent in die Bayerwald Kaserne Regen eingeladen werden. Bei seinem engagierten Vortrag machte er deutlich, dass die geplante „Neuausrichtung der Bundeswehr“ Fahrt aufgenommen habe, sich jedoch ständig neue Probleme bei der praktischen Umsetzung ergäben: „Die Zeitpläne der Umsetzung der einzelnen Phasen sind dabei sehr sportlich!“ so Zeth.

Thomas Zeth folgte der Einladung von Hans Hauf, der im Mai dieses Jahres von den Zivilangestellten der Truppe in Regen und Freyung zum Personalratsvorsitzenden gewählt wurde. Hauf begrüßte unter den Gästen in Vertretung des Regener Bataillonskommandeurs Oberstleutnant Günther Arend. Er berichtete von zahlreichen Teilnahmen an Betriebsausschusssitzungen, Versammlungen der Vertrauenspersonen und unterschiedlichen Veranstaltungen in Freyung und Regen, an denen er teilgenommen hat. Höhepunkte aus seiner Sicht waren dabei der Betriebsausflug und die Informationsveranstaltung zum Bekleidungsmanagement der LHBw, bei der deutlich wurde, dass die Bekleidungskammer in Regen erhalten bleibt (wir berichteten). Er betonte dabei die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Bataillonsführung in Freyung und Regen und übergab das Wort an Oberstleutnant Günther Arend.

Der machte deutlich, dass sich die Umstrukturierungen auch für den Standort Regen nun nach und nach konkretisierten. So wird nach derzeitigem Planungsstand die 5. Kompanie des Bataillons, die Rekruten in der Allgemeinen Grundausbildung ausbildet, voraussichtlich im 2. Halbjahr 2014 nach Cham verlegen. Derzeit richten sich jedoch alle Anstrengungen des Bataillons auf dem im nächsten Sommer geplanten Einsatz von rund 300 Regener Soldaten im fernen Afghanistan.

Mit dem Hinweis: „Bei der geplanten Neuausrichtung der Bundeswehr und deren Umsetzung in die Praxis sitzen Soldaten und zivile Mitarbeiter im selben Boot!“ übergab Hauf das Wort an Thomas Zeth.

Der veranschaulichte, welche enormen Umwälzungen diese Neuausrichtung mit sich bringt. So würden unter anderem die vier Wehrbereichsverwaltungen aufgelöst. Die Aufgaben dieser Ämter werden dabei unter anderem auf drei neu geschaffene Bundesämter für Personalmanagement; für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen sowie für Ausrüstung und Informationstechnik, aber auch auf andere Ministerien verlagert. „Die Probleme liegen dabei im Detail!“ machte er deutlich. Da seien zum Beispiel die Probleme mit den Zuständigkeiten. So würden Dienstposten gestrichen und Personal versetzt, jedoch ohne dass die neugeschaffenen Strukturen zu diesem Zeitpunkt bereits personell arbeitsbereit seien.

Da die Bataillone in Freyung und Regen erhalten bleiben, betreffen diese Probleme die Anwesenden zwar nicht unmittelbar, doch die Auswirkungen dieser Probleme sind in der tagtäglichen Arbeit bis in die Fläche deutlich spürbar.

„Für mich ist es wichtig, die Informationen vom Ministerium unmittelbar zur Basis zu bringen, zu diskutieren und zu erleben, welche Auswirkungen sie mit sich bringen und diese in meine tägliche Arbeit und damit in die Entscheidungsprozesse mit einzubringen!“ betonte Zeth. Hans Hauf und alle Anwesenden nahmen ihn beim Wort und so wurden künftig weitere Veranstaltungen geplant.