Regener Soldaten bewähren sich bei vielfältigen Herausforderungen

Personalwechsel in Führungspositionen – Ehrungen und Auszeichnungen

Regen (hau). Über lobende Worte ihres Bataillonskommandeurs, Oberstleutnant Jan Mirko Schmidt freuten sich die Soldaten des Regener Panzergrenadierbataillons 112 beim Quartalsabschlussappell in der Bayerwaldkaserne. Hatten sie doch in den drei zurückliegenden Monaten vielfältige Aufgaben der unterschiedlichsten Art zu bestehen und sich dabei auf neue Vorgesetzte in Führungspositionen einzustellen. Bei seinem kurzen Ausblick auf das folgende Quartal wurde deutlich, dass neben dem verdienten Erholungsurlaub den Soldaten wiederum zahlreiche Aufträge bevorstehen. Einige Soldaten konnten sich über ihre Beförderung sowie über Ehrungen und Auszeichnungen für ihre vorbildlichen Leistungen freuen.

Im Focus der militärischen Ausbildung der Panzergrenadiere stand der Aufenthalt auf dem Truppenübungsplatz in Grafenwöhr. Hier haben die Soldaten der 4. Kompanie ihre Dienstpostenausbildung auf dem Schützenpanzer Puma mit einem Gefechtsschießen auf- und abgesessen erfolgreich zum Abschluss gebracht; der Ausbildungsschwerpunkt der Soldaten der 3. Kompanie lag im infanteristischen Kampf; in mehreren Gefechtsschiessübungen zeigten die Soldaten der 2. Kompanie ihr Leistungsvermögen und die Scharfschützen konnten ihre Zielgenauigkeit auf weite Entfernungen verbessern. Zahlreiche hochrangige Besucher ließen sich in das neueste Waffensystem des Heeres, dem Schützenpanzer Puma, durch die Regener Soldaten einweisen. So kamen der Kommandeur der Panzerbrigade 12 und sein Stellvertreter im Rahmen ihrer Dienstaufsicht nach Grafenwöhr und ausländische Stabsoffiziere des Internationalen Generalstabslehrgangs sowie vom amerikanischen Patenverband besuchten das Regener Bataillon. Im Rahmen der turnusgemäß durchgeführten Technischen Materialprüfung an den Handwaffen, der Radfahrzeuge und des ABC-Schutzmaterials haben „….die Verantwortlichen viel Einsatz gezeigt und sich richtig reingekniet!“ lobte Oberstleutnant Schmidt. Der Aufklärungs- und Verbindungszug der 1.Kompanie hat zum ersten Mal das Österreichische Patenbataillon auf dem Truppenübungsplatz Allensteig mit einer Aufklärungsgruppe und mit Aufklärungsdrohnen unterstützt. Von ihren dabei gezeigten Leistungen, in einem für sie unbekannten Gelände, zeigte sich der Österreichische Kommandeur begeistert. Auch der Sicherungszug der 1.Kompanie wusste bei der alljährlichen Lehrübung der Sanitätstruppe in Feldkirchen zu überzeugen. Beim Tag der Bundeswehr haben Abordnungen der Regener Soldaten in Feldkirchen, Murnau und Ingolstadt die jeweiligen Veranstaltungen unterstützt und „…. unser Bataillon dabei ganz hervorragend repräsentiert!“ so Oberstleutnant Schmidt. Im Rahmen der Nachwuchsgewinnung wurden zahlreiche Veranstaltungen und Messeauftritte der Karriereberatung der Bundeswehr mit Fahrzeugen und Personal unterstützt sowie das erste von insgesamt drei Edelweißcamps in der Bayerwaldkaserne durchgeführt. Die Katastrophenschutzübung des Landratsamtes Cham wurde durch die Darstellung eines Massenanfalls von Verletzten anl. eines Bus-Unglückes unterstützt. Die Feldköche des Bataillons wurden ihrem hervorragendem Ruf anl. des Ball des Heeres einmal mehr gerecht. Hier hätten sie „…in gewohnt hervorragender Qualität fleißig gezaubert!“ lobte Oberstleutnant Schmidt und gewährte einen zusätzlichen Tag Dienstbefreiung. Die Ausbildungs-und Unterstützungskompanie des Bataillons in Cham hat von Februar bis April und seit Anfang Mai zahlreiche Rekruten ausgebildet.

Auch auf neue Vorgesetzte mussten sich die Soldaten neu einstellen. So ist Oberstleutnant Andreas Weißenborn der neue Stellvertreter des Kommandeurs; neuer Chef der 1. Kompanie ist Major Daniel Geipel und den Stabszug führt nun Hauptmann Marian Riediger. Auch vier neue Offiziere wurden nach dem Abschluss ihres Studiums in das Bataillon versetzt. Vor dem Hintergrund der vielfältigen Aufgabenfülle und der gezeigten Leistungen lobte Oberstleutnant Schmidt: „Es ist wieder sehr viel passiert und es wurde wieder viel geleistet! Dafür meinen Dank und meine Anerkennung!“

Bei seinem Ausblick auf die Herausforderungen der folgenden Monate stellte Oberstleutnant Schmidt klar: „Vor dem verdienten Erholungsurlaub haben wir noch einige gewichtige Höhepunkte vor uns!“ So werden unter anderem ab 01. Juli durch die 4. Kompanie rund 40 junge Feldwebelanwärter der Panzergrenadiertruppe sechs Monate am Schützenpanzer Puma sowie mit der Ausstattung „Infanterist der Zukunft“ ausgebildet. Die Brigadeübung: „Frankendolch“ wird drei Wochen lang vor allem das Führungspersonal und die Soldaten des Fernmeldezuges des Bataillons fordern. Bei den „Tagen der Schulen“ werden wieder mehrere hundert Schüler in der Kaserne erwartet. Beim „Brigade-Sommer-Wettkampf“ werden sich die leistungsstärksten Regener Soldaten nicht nur im sportlichem Vergleich mit ihren Kameraden aus anderen Standorten messen sondern im Rahmen der Vorbereitung und Durchführung der Veranstaltung ihr Organisationsvermögen unter Beweis stellen müssen. Beim dem sich in der Folgewoche anschließenden Bataillonssportfest müssen schließlich alle Regener Soldaten ihre körperliche Fitness beweisen. Auch während die meisten Soldaten den wohlverdienten Urlaub genießen und der Dienstbetrieb auf Sparflamme läuft, findet die Ausbildung der Rekruten unverändert statt; ein Ferienprogramm für Kinder wird durch die Familienbetreuung organisiert sowie die Vorbereitungen auf den Truppenübungslatz-aufenthalt in Grafenwöhr sowie die Vorbereitungen auf die Unterstützung der Informationslehrübung des Heeres in Bergen müssen bewältigt werden.

Mit den Verabschiedungen, Beförderungen und Auszeichnungen von verdienten Soldaten wurde der Quartalsabschlussappell beendet.

Text:    Markus Hauf

Foto:   Patrick Brammer