Regen. Am vergangenen Freitag begrüßte Bataillonskommandeur Oberstleutnant Jan Mirko Schmidt, die Soldatinnen und Soldaten, Ehrengäste sowie die zivilen Mitarbeiter des Panzergrenadierbataillons 112 anlässlich des Appells zum Ende des III. Quartals 2018. Dass dieses Antreten wiederum ein ganz besonders werde, stellte der Kommandeur gleich bei seinen eingehenden Worten klar. „Zwar werde ich wie immer einen Rückblick auf das vergangene Quartal sowie einen Ausblick auf die vor uns liegenden Aufgaben geben, verdiente Kameraden auszeichnen und verabschieden aber auch das Kommando über die 2./Panzergrenadierbataillon 112 übergeben“, so Schmidt. In seinem Rückblick ging der Kommandeur auf die Höhepunkte des Quartals ein. Die Brigadeübung „Frankendolch“ wurde im Juli mit dem Gefechtsstand und Anteilen des Stabes tatkräftig unterstützt. Erstmals wurde hier das digitale Führungssystem FISH Heer erfolgreich eingesetzt. Dies in Kombination mit der „Gefechtssprache“ Englisch forderte die Teilnehmer. Parallel dazu haben die am Standort verbliebenen Soldaten die Tage der Schulen äußerst erfolgreich durchgeführt. Dabei konnte gut 800 Schülerinnen und Schülern wiederum ein interessantes und tolles Programm geliefert werden. Das absolute Highlight war allerdings die Durchführung des Brigadesommerwettkampfes (wir berichteten). Hier haben sich unter der organisatorischen Leitung des Panzergrenadierbataillons 112 alle Soldaten der ostbayerischen Verbände im Hohernzollern Stadion am Arber in den Disziplinen Sommerbiathlon und Militärpatrouille messen können. Nach diesen Veranstaltungen konnte man den verdienten Sommerurlaub antreten und Kräfte für die anstehenden Herausforderungen sammeln. Als nächstes steht die Divisionsübung „Common Tenacity“ an. Dort wird man sich im Gefechtssimulationszentrum Wildflecken im Bereich Taktik beüben, ehe man auf den Truppenübungsplatz Grafenwöhr verlegen wird, um das aufgefrischte Wissen im „scharfen Schuss“ umzusetzen. Dann steht auch schon der Jahresabschluss vor der Tür. Im weiteren Verlauf des Appells wurden wiederum verdiente Soldaten ausgezeichnet und verabschiedet. Insgesamt verließen zehn langjährige, zum Teil äußerst verdiente und einsatzerfahrene Soldaten die Regener Grenadiere. Nach diesen Auszeichnungen kam man nun zum Hauptteil des Appells. Die Übergabe der „Zwoten“. Hauptmann Christopher Grill konnte das Kommando an Hauptmann Michael Thoß übergeben. Grill war seit April 2016 Kompaniechef der 2./112. Zuvor führte er ein Jahr die 5./112. Ebenso gingen dieser Verwendung diverse Zugführerverwendungen im PzGrenBtl 112 voran. „Unter der Führung von Ihnen, Herr Hauptmann, haben sämtliche Facetten bestens funktioniert“, so die lobenden Worte von Oberstleutnant Schmidt. Die Kompanie hat die verschiedensten Aufträge übernommen, ausgeplant und durch das persönliche Engagement des „Chefs“ vollends zum Erfolg geführt. Sei es bei diversen Truppenübungsplatzaufenthalten, zahllosen Weiterbildungen und in der Umschulung auf den Schützenpanzer PUMA. Besonders erwähnenswert ist die langjährige Tätigkeit von Hauptmann Grill als Führer des Skizuges.“Mit Ihnen hat das Bataillon äußerst erfolgreich an drei internationalen Divisionsskimeisterschaften teilgenommen“, so die lobenden Worte von Oberstleutnant Schmidt. Grill wird ab Oktober in das Schießübungszentrum nach Munster versetzt werden. Mit Hauptmann Michael Thoß wird kein Unbekannter die Geschicke der „Zwoten“ leiten. Er hat 2006 seinen Dienst in der damaligen 5./112 angetreten und war in der Folge in der 4./112 eingesetzt. Dort absolvierte er den Kosovoeinsatz 2008 mit dem Verband, bevor er sich entschloss in die Ausbildung zum Offizier des Truppendienstes zu wechseln. Der Weg führte in 2014 zurück in seine militärische Heimat. Nach der Zugführerverwendung in der 5./112 war Thoß im Bataillonsstab eingesetzt und nahm an einem weiteren Einsatz teil. Nach einer erneuten Zugführerverwendung in Hammelburg kehrte er an seine alte Wirkungsstätte zurück um nun die 2./112 zu übernehmen. Mit den besten Wünschen für eine glückliche und erfolgreiche Ausübung des neuen Amtes und einem anschließenden Empfang in der Offizierheimgesellschaft klang dieser Appell in harmonischer und kameradschaftlicher Runde gediegen aus.

 

Quelle: Wagner, Bundeswehr

Foto: Wittenzellner, Bundeswehr