Rückblick aufs vergangene Jahr, Ausblick aufs neue Jahr − das steht üblicherweise im Mittelpunkt des Neujahrsempfanges beim Regener Panzergrenadierbataillon 112.

Am Donnerstagabend ging Bataillonskommandeur Major Heiko Diehl noch etwas weiter: Er stellte in seinem Referat eine ganz neue Qualität der Verbindung zwischen Bundeswehr und der Region in den Raum.

Breiten Raum gab Diehl den Auswirkungen der Bundeswehrreform und der Abschaffung der Wehrpflicht. Diese Auswirkungen sieht er positiv, auch wenn der Standort personelle Einbußen hinnehmen musste. “150 Leute weniger heißt: Wir haben die Chance zu modernisieren, es gibt Platz, um die Unterkünfte attraktiver zu machen.” Bis Ende des Jahres will er dafür die Pläne vorlegen.

Vor allem aber sieht Diehl große Chancen in der Tatsache, dass statt der Wehrpflichtigen jetzt Längerdienende nach Regen kommen. “Die Freiwilligen sind sehr motiviert, und sie sind daran interessiert, sich in die Region zu integrieren.” Was bei Wehrpflichtigen, die nur einige Monate am Ort waren, nicht der Fall war. Zudem kämen jetzt auch ganz andere Altersgruppen ins Bataillon. “Wir haben jetzt auch den 30-jährigen Neueinsteiger oder die 35-jährige Frau, die eben ihre Ausbildung gemacht hat und jetzt ihren Posten antritt.” Der Kommandeur sprach von einem grundlegenden Wandel: “Wir sind jetzt ein echter Arbeitgeber”.