Viel Betrieb bei den Regner Grenadieren

Regen. Wer denkt, dass in der Bayerwald-Kaserne aufgrund der einsatzbedingten Abwesenheit des Großteils der Regner Soldaten Ruhe herrscht, irrt sich.  So konnten Bataillonsführer, Major Ronny Setzepfandt und Landrat Michael Adam am vergangenen Donnerstag rund 30 Vertreterinnen und Vertreter der lokalen Wirtschaft in der Bayerwald- Kaserne zum „2. Tag der Wirtschaft“ begrüßen. Ziel war es, dass vielfältige Aufgabengebiet eines Soldaten am Standort Regen bildlich und informativ darzustellen, um so für zukünftig ausscheidende Soldaten den bestmöglichen Start in das „zivile Berufsleben“ zu ermöglichen. Die Gäste konnten sich im Laufe des Tages, anhand einer Einweisung am Schützenpanzer Marder und einer Ausstellung von weiterem Großgerät, ein Bild vom fordernden, aber zugleich sehr interessantem und vielfältigen Aufgabengebiet der Panzergrenadiere machen, was Major Ronny Setzepfandt bei seinem abendlichen Vortrag noch einmal eingehend verdeutlichte. Ebenso referierten im Laufe des Abends für das Karrierebüro Deggendorf Herr Stabsfeldwebel Markus Hauf und für das Team des Berufsförderungsdienstes Regen, Frau Anita Grewenig.

Abschließend kam mit Marcus Meglin, vom Verkehrsausbildungszentrum ein ehemaliger Soldat der Regner Grenadiere zu Wort, der eindrucksvoll seine Karriere seit seinem Ausscheiden aus dem Wehrdienst erläuterte. Anschließend hatte man bei bester Stimmung und guter Laune noch genügend Gelegenheit, Erfahrungen und Erwartungen mit den Soldaten auszutauschen. Gut zwölf Stunden später stand mit dem Appell anlässlich der Beendigung des dritten Ausbildungsquartals wiederum ein „Highlight“ ins Haus. So begrüßte  Major Ronny Setzepfandt für den sich im Einsatz befindenden Bataillonskommandeur, Oberstleutnant Heiko Diehl, die Soldatinnen und Soldaten sowie zivilen Mitarbeiter des Panzergrenadierbataillons 112.  Dabei verwies er in seinen einleitenden Worten auf die sich im Einsatz befindlichen Soldaten. Bis die ersten Kameraden in die Heimat zurückkehren werden, dauert es nicht mehr lange. Unsere Gedanken sind so lange bei ihnen, bis sie diese schwierige Phase ihres Auftrages beendet haben“, so Setzepfandt. Aber auch die Leistungen der im Bayerwald verbliebenen Soldaten wurden nicht geschmälert.  So gilt es doch personelle Lücken zu schließen, weiterhin die Grundausbildung mit deutlich reduziertem Stammpersonal durchzuführen, die Grundversorgung sicherzustellen und für zusätzliche Sonderaufträge gewappnet zu sein. So wurden im zurückliegenden Quartal ein Gelöbnis, die Tage der Schulen und weitere Veranstaltungen im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit und Nachwuchsgewinnung durchgeführt. Ebenso erfahren die Veranstaltungen der Familienbetreuungsstelle einen riesen Zuspruch, was alle Verantwortlichen im besonderen Maß freut. Weiterhin wird stark an der Ausbildungs- und Personalplanung für 2014 gearbeitet, so dass bereits frühzeitig die Weichen für ein erfolgreiches Ausbildungsjahr gestellt werden können. Nach seinem Rück- und Ausblicknutze der Bataillonsführer noch die Gelegenheit, verdiente Soldaten auszuzeichnen und zu verabschieden. Oberfeldwebel Benjamin Schmid, 1./PzGrenBtl 112, erhielt für Zivilcourage im Straßenverkehr einen Bestpreis, Hauptgefreiter Norbert Pop, 2./PzGrenBtl 112, die Einsatz Medaille in Bronze und Unteroffizier Fabian Pigulla, 4./PzGrenBtl 112, eine Förmliche Anerkennung aufgrund vorbildlicher Pflichterfüllung. Stabsfeldwebel Georg Weinberger, Stab PzGrenBtl 112, konnte er zur Vollendung einer Dienstzeit von 25 Jahren gratulieren. „In dieser Zeit haben Sie sich zu einer wesentlichen Stütze des Bataillons entwickelt und Zeichen gesetzt“, so Setzepfandt. Abschließend verabschiedete er Stabsunteroffizier Sebastian Roth, ebenfalls Stab PzGrenBtl 112, der sich zum Ende seiner zwölfjährigen Dienstzeit für die Weiterbildung zum Wirtschaftsinformatiker entschied. Für seine geleisteten Dienste erhielt er die Ehrennadel des Bataillons in Silber.  Zum Ende des Appells war allen Angehörigen des Panzergrenadierbataillons 112 der Dank für ihre gezeigte Kameradschaft und Loyalität gewiss und so endete diese ereignisreiche Woche mit dem Schlachtruf der Bayerwaldgrenadiere.