Quartalsappell der Regener Panzergrenadiere

 

Am vergangenen Freitag war es soweit. Nach einer Gedenkandacht für die verstorbenen Soldaten und Regener Grenadiere Johannes Leibl und Adrian Filitz begrüßte Bataillonskommandeur Oberstleutnant Jan Mirko Schmidt bei herrlichem, sonnigem Herbstwetter die Soldatinnen und Soldaten sowie zivilen Mitarbeiter und weitere Gäste des Panzergrenadierbataillons 112 anlässlich des Bataillonsappells zum Ende des dritten Quartals 2017. Eine besondere Freude war es den Bayerwald Grenadieren eine Abordnung der Marktgemeinde Bayerisch Eisenstein sowie der Kameraden des Panzergrenadierbataillons 391 aus Bad Salzungen in ihrer Mitte willkommen heißen zu dürfen. Sie waren der Einladung zur Übergabe des Kommandos der 4./Panzergrenadierbataillon 112 gefolgt. Zu Beginn seiner Rede ging der Kommandeur auf die bereits zurückliegenden, erfolgreich absolvierten Vorhaben ein und dankte allen Beteiligten zu ihren uneigennützigen, couragierten und vor allen  Dingen tadellosen Leistungen.  So hatte man erst kürzlich die technische Materialprüfung mit einem hervorragenden Ergebnis beendet. Dies zur vollsten Zufriedenheit der vorgesetzten Dienststellen aus Amberg. Die lobenden Worte des Brigadekommandeurs spiegelten die gute Leistung uneingeschränkt wider. Mit der  Teilnahme an den Feierlichkeiten zum Pichelsteinerfest und der Durchführung eines Kinderferienprogrammes war die Zeit des wohlverdienten Sommerurlaubes schnell überbrückt. Im Anschluss daran stand das Highlight des dritten Quartals vor der Tür. Der Truppenübungsplatzaufenthalt in Grafenwöhr. Hier waren alle Teile des Bataillons gefordert. Die 1./Panzergrenadierbataillon 112 mit einer fordernden Feldeinsatzübung, die Panzergrenadierkompanien mit diversen Gefechtsschießen mit dem Schützenpanzer PUMA (wir berichteten). Für die noch verbleibende Zeit im Kalenderjahr 2017 stehen weiterhin noch zahlreiche Ausbildungsvorhaben, insbesondere am und um das Waffensystem Schützenpanzer PUMA an, so dass die verbleibenden Wochen ebenso im Fluge vergehen werden. Ehe man zur bereits angesprochenen Übergabe schritt nutze der Kommandeur noch die Möglichkeit verdiente Kameraden und Leistungsträger auszuzeichnen und zu verabschieden. Der Dank und die Glückwünsche ihrer Kameraden für Ihr Engagement bei den Bayerwald Grenadieren sind ihnen gewiss. Nach diesen Auszeichnungen kam man zum Höhepunkt des Appells. Der Übergabe des Kommandos der 4./Panzergrenadierbataillon 112 von Hauptmann Dominik Westhoff an Hauptmann Patrick Neudecker. „Der Wechsel des Kompaniechefs stellt wahrlich einen Einschnitt für eine Kompanie dar. Ein Neuer ist immer eine Herausforderung für die Kompanie. Kaum hat man sich an die Eigenarten und Marotten des „Alten“ gewöhnt, schon steht ein „Neuer“ da mit einer möglicherweisen anderen Absicht und anderen Vorstellungen.“ So die treffenden Worte von Jan Mirko Schmidt. Mit Patrick Neudecker wurde ein erfahrener Soldat für diese Hochwertverwendung ausgewählt. Mit seinen Tätigkeiten als Zugführer und stellvertretender Kompaniechef beim Panzergrenadierbataillon 391 ist der studierte Volkswirt bestens auf seine neue Wirkungsstätte vorbereitet. Mit Hauptmann Dominik Westhoff verlässt ein langjähriger und erfahrener Offizier das Bataillon. Er war gut dreieinhalb Jahre der „Chef“ der Vierten. Mit dem Bataillon hat er seit 2011 zwei Einsätze sowie diverse Truppenübungsplatzaufenthalte und Sondervorhaben durchlebt. Für sein gezeigtes und gelebtes Herzblut und sein erbrachtes Engagement ist ihm der Dank des Bataillons gewiss. Für seine kommende Verwendung im Schießübungszentrum der Panzertruppen in Munster ist er geradezu prädestiniert. Nach diesem feierlichen und formellen Akt endete dieser ganz besondere Bataillonsappell mit den „schallenden Schlachtruf“ der Regener Grenadiere und mit den besten Wünschen für alle ausgezeichneten und verabschiedeten Soldaten.

 

Quelle: Wagner, Bundeswehr