„Regener Grenadier” holt Goldmedaille in Florida

Regen / Camp Pendleton. Diese beiden Orte sind so verschieden, dennoch haben sie viele Gemeinsamkeiten. Trotz der knapp 10.000km Entfernung, den sommerlichen Temperaturen in Florida, den zuletzt etwas trüben Wetter in Regen, sind sie Ort und Teil einer Erfolgsgeschichte. Nördlich von San Diego befindet das „Marine Corps Base Camp“ der Wounded Warriors. Diese Institution hat es sich zum Ziel gemacht, verletzte und verwundete Soldaten wieder kontinuierlich zu rehabilitieren, nachhaltig zu betreuen und schnellstmöglich in den aktiven Dienst zu integrieren. Dazu werden die verschiedensten Veranstaltungen angeboten. Am 24.02.2013 fanden im Camp Pendleton die US Marine Corps Paralympic Style Trials 2013 statt. Diese Veranstaltung stand unter dem Motto „sich durch die Möglichkeiten des Sports ins Leben zurückkämpfen“. An dem Sportwettkampf für verwundete, verunfallte oder erkrankte Soldaten nahmen rund 400 Soldaten aus aller Welt teil. Darunter auch Hauptfeldwebel Sebastian Seifert aus Regen. Bei der Disziplin „Warrior Pentathlon“, ein Staffelwettbewerb, bei dem 100m im Sprint, Kugelstoßen, 30km mit dem Fahrrad, 50m Schwimmen und Luftgewehrschießen zu absolvieren sind belegte die deutsche Delegation den Spitzenplatz. Sebastian Seifert gehörte dazu. Dies ist für den passionierten Ausdauersportler nicht selbstverständlich. Vor knapp drei Jahren erlitt er im Auslandseinsatz bei einem Sprengstoffanschlag eine Verwundung. In Folge dessen musste er ein längeres Rehabilitations- und Aufbauprogramm durchlaufen, um an alte Erfolge mit alter Stärke zu gelangen. Nun, am 23. Februar 2013 ist es ihm in Florida gelungen. Mit unermüdlichem Willen und sehr guter Unterstützung seiner Kompanie, des Bataillons sowie unter Abstützung auf die Hilfeleistung die die Bundeswehr bietet, ist er wieder in das normale Berufs- und Alltagsleben zurückgekommen und krönte diese Anstrengung mit der Teilnahme an dieser hochwertigen Sportveranstaltung. Um es in den Worten des Regener Kommandeurs, Oberstleutnant Heiko Diehl, zu sagen, „10.000km zum Erfolg und wieder obenauf!“

Die erfolgreiche deutsche Mannschaft
(untere Reihe, zweiter von links, Hauptfeldwebel Sebastian Seifert)