16 beteiligte Nationen unter deutscher Führung können bis zu 60 000 Soldaten führen

Das Multinationale Kommando Operative Führung in Ulm nimmt innerhalb der Bundeswehr und auch in Europa eine Sonderstellung ein. Innerhalb kürzester Zeit kann es ein Hauptquartier im Krisengebiet bereitstellen. Das internationale Personal ist dazu ständig einsatzbereit und kann von seinem Gefechtsstand aus bis zu 60 000 multinationale Soldaten operativ führen. Dazu hält das Kommando einen jederzeit verfügbaren, zeltbasierten Gefechtsstand zur schnellen weltweiten Verlegung bereit. Das gesamte Personal absolviert regelmäßig einsatzvorbereitende Ausbildungen und so hat das Erkundungs- und Vorausteam eine Abrufbereitschaft von gerade einmal zwei bis fünf Tagen.

„Im Einsatzfall wäre es die Aufgabe des Ulmer Kommandos, sowohl auf strategischer Ebene von Deutschland aus als auch operativ in einem Einsatzgebiet multinationale Truppen zu führen. Wir sind immer darauf vorbereitet, im Auftrag der Europäischen Union, der NATO oder der Vereinten Nationen als Headquarters zu agieren.“ so der Deutsche Generalleutnant Richard Roßmanith, Befehlshaber Multinationales Kommando Operative Führung / Multinational Joint Headquarters Ulm.

Die derzeit beteiligten Nationen am Multinationalen Kommando Operative Führung in Ulm: Bulgarien, Finnland, Frankreich, Deutschland, Italien, Lettland, Luxemburg, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Rumänien, Slowenien, Tschechien, Ungarn und die Vereinigten Staaten von Amerika. Darüber hinaus hat Kroatien seine zukünftige Teilnahme zugesagt.

Langfristig sollen der Dienststelle rund 450 Soldaten aller Teilstreitkräfte und zivile Experten angehören. 40 Prozent davon stellen die Partnernationen.

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Der derzeitige Befehlshaber des Multinationalen Kommandos Operative Führung in Ulm, Generalleutnant Richard Roßmanith ist 1973 in die Bundeswehr eingetreten. Neben zahlreichen nationalen und internationalen Verwendungen war er von 1977 bis 1985 in Regen stationiert. Auf seine damalige Dienstzeit in Regen als Zugführer und Kompaniechef blickt er auch heute noch gerne zurück: „Die Zeit in Regen war für mich beruflich aber auch persönlich sehr prägend und damit verbinde ich auch heute noch sehr viele positive Erinnerungen!“ betonte er.

Foto und Text:               Markus Hauf