30 Kinder erobern Offiziersheim und machen es zu ihrem Ferienhauptquartier

Sport, Spiel, Spaß, gemeinsame Erlebnisse und dabei die Heimat näher kennenlernen

Regen (hau). Bereits zum fünften Mal in Folge veranstaltete die Familienbetreuungsstelle Regen unter der Trägerschaft des Vereins: „Brücke 112“ in den Sommerferien ein zweiwöchiges Kinderferienprogramm. 30 Kinder im Alter von 5 bis 13 Jahren erwartete dabei jede Menge Sport, Spiel und Spaß, aber auch viel Lehrreiches und gemeinsame Erlebnisse wie z.B. Exkursionen in die nähere Umgebung, um die eigene Heimat etwas besser kennenzulernen.

Wenn man sich in den letzten Tagen dem Offiziersheim der Regener Bayerwaldkaserne näherte, schallte einem bereits von weitem lautes Kinderlachen entgegen. Beim Betreten der Räumlichkeiten war man sofort von herumtobenden Kindern umgeben und mitten drin in geradezu stoischer Ruhe ein schwarzer Labrador-Rüde. „Der heißt Teddy und ist ganz lieb!“ sprach die kleine Magdalena und strich dem Hund sanft über den Kopf. Teddy, der diese Streicheleinheiten sichtlich genoss, ist ein waschechter Diensthund der Bundeswehr, sogar mit eigenem Dienstausweis und zweifellos der Star der Veranstaltung. Teddy und sein Herrchen, Regierungsoberinspektor Tobias Krampe sind vom Sozialdienst der Bundeswehr und Angehörige des Bundeswehrdienstleistungszentrums der Bundeswehr in Bogen. Ihre Hauptaufgabe besteht in der Betreuung und Fürsorge für die Soldaten und deren Familien, insbesondere während der monatelangen Abwesenheit bedingt durch die Auslandseinsätze der Soldaten. Teddy dient dabei als „Eisbrecher“ und ermöglicht sehr schnell eine vertrauensvolle und offene Gesprächsführung. Beim Ferienprogramm war er ständiger Begleiter der Jungs und Mädels und erlebte gemeinsam mit ihnen zahlreiche Abenteuer. Die erste Woche stand dabei unter dem Motto: „Best off – 5 Jahre Kinderferienprogramm!“ Nach einem gemeinsamen Frühstück ging es täglich los: Gleich am ersten Tag wurde das Offiziersheim in einen großen Spielplatz verwandelt: Kegeln, Spielmobil, Traglrutsche und vieles mehr sorgten für Begeisterung. Nach dem Mittagessen ging es zur Tennisolympiade mit Reini Kagerbauer auf den Tennisplatz Langdorf. „Keiner ist zu klein um zu helfen“ unter diesem Motto stand der Erste Hilfe Kurs für Kinder am folgenden Vormittag. Eines der zahlreichen Highlights erwartete die Kinder am Nachmittag: „Stand-Up Paddeln und Kanufahren auf dem Regen“ stieß bei herrlichem Sommerwetter auf große Begeisterung. Der Mittwoch stand ganz im Zeichen der Landwirtschaft: „Mit der Kuh auf Du und Du“ waren die Kinder auf dem Erlebnisbauernhof der Familie Zeintl. Im Kletterwald St. Engelmar konnten sich die Kinder am Donnerstag dem Abenteuer stellen und überschüssigen Energien sinnvoll abbauen. Sportlich ging die erste Woche am Freitag zu Ende. Ob beim Überwinden des Hindernispakurs in der Sporthalle oder beim Tanzen, die Kinder konnten sich nochmals so richtig auspowern. Die zweite Woche stand unter dem Motto: „Von Schratzel, Sagen und Mystischen Orten“ und gab damit bereits einen ersten Hinweis auf das was die Kinder erwarten würde. Los ging es für jüngeren Kinder mit der Suche nach dem Schratzel und die älteren versuchten sich im Geocaching. Nach einer kleinen Brotzeit im Haus zur Wildnis bauten die Kinder aufgeteilt in drei Gruppen je eine eine Kugelbahn aus Ästen, Tannenzapfen und Moos. Die Burgruine Weißenstein wurde am nächsten Vormittag erobert. Doris Gronkowski wusste viele interessante Geschichten aus dem Leben und Wirken des Dichters Sigfried von Vegesack zu erzählen. Nachmittags stand die Frage: „Bringen wir diesen Felsen zum Wackln!“ bei der Fahrt nach Entschenreuth im Mittelpunkt. Eine Führung durch das historische Silberbergwerk führte am nächsten Tag nach Bodenmais. Am Donnerstag besuchten die Kinder den Burggeist Willibald auf der Burg Altnussberg. Gesehen haben sie ihn zwar nicht aber interessant und lehrreich war es doch. Nach der Wanderung auf den Großen Arber und einer Brotzeit wurde in der Zwieseler Hütte übernachtet. Die Anstrengungen der Wanderung und die Höhenlage machten sich bemerkbar und schon bald schliefen alle friedlich, tief und fest. Der Abstieg von der Hütte zum Großen Arbersee beschloss am Freitag das diesjährige vierzehntägige Ferienprogramm, das: „…. viel zu schnell vorbeiging!“ da waren sich alle Kinder einig. Doch die Freude war groß, als Bataillonskommandeur, Oberstleutnant Jan-Mirko Schmidt zusicherte: „Nächstes Jahr wird es wieder ein Ferienprogramm geben!“ Die vergangenen Tage hätten nicht nur den Kindern sondern allen Beteiligten, den Betreuern und Eltern viel gegeben, zeigte er sich überzeugt. Auch belege die enorme Nachfrage und die zahlreichen Anmeldungen, dass der Bedarf für eine derartige Veranstaltung da sei. Er dankte den vielen freiwilligen Helfern, die unter der Leitung von Regierungsoberinspektorin Carola Vornehm mit „….viel Herzblut unvergessliche Erlebnisse geschaffen haben!“

 

Quelle: Hauf, Markus

Fotos:  Familienbetreuungsstelle Regen